Nach Schweden, auf schönen Straßen unterwegs
oder
Rollern bis der Arzt kommt



1 Die Idee

2 Erste Planungen

3 Die geplante Strecke

4 Nun geht es entlich los!



November 2011


Die Idee

Östersund habe ich wegen der Mißweisungen meines Navi's nicht erreicht. Was liegt also näher die Tour 2012 mit besserer Vorbereitung noch einmal zu versuchen. Bei meinen Überlegungen welche Rute ich für meinen Hin- und Rückweg fahren sollte habe ich gesehen das auf meiner Straßenkarte viele Landstraßen in Schweden als landschaftlich besonders schön gekennzeichnet waren. Vielleicht sollte ich versuchen möglichst viele dieser Strecken zu fahren und mir einen schönen Rundkurs durch Schweden zusammen stellen. Da die Strecken meist über National- und kleinere Straßen führen könnte das spannend werden. Allerdings werde ich dazu mein neues Navi ziemlich genau programmieren müßen. Zeit genug ist ja noch und ich denke eine schöne Aufgabe um über die rollerlose Winterzeit zu kommen.


Februar 2012

Erste Planungen

Als Starttermin für meine Tour habe ich mir den 18. Juni 4:00 Uhr ausgesucht. Das ist ein Montag und um die Zeit sollte ich gefahrlos quer durch Berlin kommen. Zeit habe ich bis zum 30. Juni. Als Anreise nach Schweden gibt es zwei machbare Lösungen. Entweder von Berlin nach Sassnitz und von dort die Fähre oder von Berlin nach Rostock da die Fähre nach Gedser, weiter duch Dänemark nach Helsingör.
Vor- und Nachteile der ersten Version:
Vorteile für die Fähre Sassnitz - Trelleborg sehe ich keine. Nachteil sind die Abfahrtszeiten. Wenn ich die Mittagsfähre nicht bekomme muß ich auf Rügen übernachten und dann die Frühfähre nehmen.
Vorteile der Rostocker Version wären die Abfahrtszeiten alle zwei Stunden, die kurze Überfahrtzeit und das ich noch ein Stück in DK fahren könnte. Nachteil sind die ca 120 Mehrkilometer und zweimal die Wartezeit auf die Fähren. Wobei Helsingör nicht ins Gewicht fällt da die Fähre im 30 Min. Intervall fährt.
Ich denke ich werde mich für die Rostocker Version entscheiden und wieder in DK übernachten. Den Campingplatz in Vordingborg kenne ich ja schon. Aber vielleicht komme ich noch ein Stückchen weiter. Zum Mittag am nächsten Tag will ich in Schweden sein. Für Schweden habe ich mir noch ein Schmanckel ausgedacht. Ich habe mir einige Earthcache in Schweden auf mein GPS gespeichert. Die will ich versuchen zu finden. Bin gespannt ob das klappt bzw. ich dazu Zeit finde.



Die geplante Strecke

Rute 1: Berlin über Landstraßen nach Rostock. - Ca. 250 Km - Fähre nach Gedser
Karte Berlin - Rostock

Rute 2. Gedser, Landstraßen an der Küste nach Helsingör. - Ca. 275 Km - Fähre Helsingborg
Karte Gedser - Helsingör

Rute 3: Helsingborg, Jonköping, Hjo, Mariestad, Karlstadt - Ca 600 Km
Karte Helsingborg - Karlstad

Rute 4: Karstadt, L 62, Norwegische Grenze, L71, - Ca. 330 Km
Karte Karlstad - L71

Rute 5: L 71, Nas - 325 Km
Karte L71 - Nas

Rute 6: Nas, Askersund - 310 Km
Karte Nas - Askersund

Rute 7. Askersund, Landsbro - 270 Km
Karte Askersund - Landsbro

Rute 8: Landsbro, Moheda, Hässleholm, Staffanstorp, Trelleborg - Ca. 300 Km
Karte Landsbro - Trelleborg

Rute 9: Rügen Mukran, Greifswald, Pasewalk, Schorfheide, Berlin, Heimat - 300 Km
Karte Mukran - Berlin

Zusammen rund 3000 km. Das passt.
Bevor sich jemand beschwert, die Km Angaben sind gerundet und dienen nur der Übersicht. Bei der Strecke kommt es auch zu leichten Abweichungen.

Anklicken zum vergrößern!
Was tut man nicht alles um keine Urlaubslangeweile aufkommen zu lassen. Ich habe meinen Roller ein wenig technisch aufgerüstet. Nur mal so zur Probe habe ich einige Technik an den Roller geschraubt.




So nun geht es entlich los!

Montag, 18. Juni - Start zur ersten Etappe

KM-Stand 40182

Morgens um 4:00 Uhr klingelt der Wecker und ich quäle mich aus dem Bett. Quälen ist vielleicht übertrieben. :o)) Das Waschen und Zähneputzen ist schnell erledigt. Der Tee ist auch schnell gekocht und schon kann ich den Roller anwerfen. 10 Min. vor 5:00 Uhr bin ich auf der Strasse. Es ist frisch aber die Sonne scheint. Die Stadtautobahn ist leer und schon nach nur 30 Min. habe ich die nördlich Stadtgrenze erreicht. Das Stück Autobahn um Oranienburg herum ist auch schnell geschafft und schon meint das Navi ich müsse abbiegen. 300 km scheucht mich das Navi über deutsche Landstrasse dann bin ich in Rostock. Die 9:00 Uhr Fähre war nicht zu erreichen aber auf der um 11:00 Uhr war ich drauf. Natürlich gab es erstmal wieder ein Krabbensandwich und eine Cola. Obwohl die neuen Fähren für Mai angekündigt waren fahren immernoch die alten Seelenverkäufer. Mit den neuen Fähren ist es so wie mit unserem Flughafen. Der wird ja auch nicht fertig. In Gedser fahre ich rechts raus und lasse die PKW und LKW vorbei. Ich habe ja Zeit und will mir keinen Stress machen. Nach einer viertel Stunde ist der Spuk vorbei und ich kann auf fast leeren Strassen entspannt entlang rollern. Da die Strasse von Gedser nach Nyköbing/Falster als Europastrasse ausgewiesen ist will mein Navi mich immer von dieser Strasse locken. Ich habe dem Navi ja verboten Autobahnen und Fernstrassen zu nutzen. Navi's sind sonst Autobahngeil und das wollte ich nicht. Deshalb werde ich bei der nächsten Routenplanung so viele Wegpunkte wie möglich verteilen. So kann ich das Navi zwingen eine bestimmte Strecke zu fahren.Anklicken zum vergrößern! Dann kann ich auch die Autobahnen erlauben. Auf meinem weg nach Nykobing/Sjaelland zog der Himmel immer mehr zu und es regnete ab und an. Kurz vor der Fähre nach Hundested habe ich mein Zelt auf einem Campingplatz im Regen aufbauen müßen. Als das Zelt stand hat dann auch der Regen aufgehört. Abendbrot und Feierabendbierchen. Um 9:00 Uhr lag ich schon im Schlafsack. War ja ein langer Tag.

Gefahren 557 km - Gesamt 0557 km



Dienstag, 19. Juni - Auf nach Schweden

KM-Stand 40739

Schon früh um 6:30 Uhr bin ich aus dem Schlafsack. Ich liebe diese Zeit frühmorgens wenn man meint die Welt gehört einem allein. Beim Frühstück bekomme ich Besuch von einem Feldhasen der in aller Ruhe nur 10 m von mir sitzt und am Grass mümmelt. Anklicken zum vergrößern!Fotoaparat und Handy lagen natürlich im Zelt. Nachdem der Roller wieder beladen ist fahre ich die paar Kilometer zur Fähre von Rörvig nach Hundested. 90 DKr für die Überfahrt sind nicht teuer. Dann geht es weiter immer an der Küste entlang nach Helsingör. Bevor ich nach Schweden übersetzte finde ich noch einen schönen Rastplatz mit Blick nach Schweden. Um 12:20 Uhr legt meine Fähre nach Schweden ab. Von Hellsingborg fahre ich auf der L 111 nach Mölle und zum Kullaberg. Dabei setzte ich das erste mal die Helmkamera ein. Die Strecke lohnt auf alle Fälle. Dann mache ich mich weiter an der Küste entlang auf nach Norden.Bei Falkeberg finde ich auf dem Hansagards Camping einen schönen Platz für die Nacht. In Schweden ist das Wetter sonnig aber nur 17C.

Gefahren 271 km - Gesamt 0828 km


Mittwoch, 20. Juni - Göteborg satt

KM-Stand 41010

War wieder um 6:30 Uhr auf den Beinen, wenn man schon um 21:30 Uhr schnarcht ist man früh wieder wach. Der Vorteil der frühen Stunde ist das die Duschen leer sind und man sich im Waschhaus so richtig ausmähren kann. Schon um 9:30 Uhr war ich wieder auf der Strasse. Heute habe ich dem Navi die Autobahnen und Fernstrassen erlaubt. Weil ich dachte ich habe meine Strecke genau geplant. So sollte es kurz vor Kungsbacka von der Küste weg ins Inland gehen. Göteborg wollte ich umgehen. Aber Navi's sind nun mal Autobahngeil. So hat mich das Teil direkt nach Göteborg rein geführt. Jede Baustelle und jeden Stau in der Stadt habe ich kennen gelernt. Irgendwann hatte ich die Nase voll und bin einfach nach Norden gefahren. Plötzlich war ich auf der Strasse nach Karlstad. So bin ich in grober Richtung Trollhättan gefahren bis ich dem Navi wieder vertraut habe. Inzwischen habe ich die ersten 1000 km geknackt. Bin gespannt wie viele es dieses mal werden. Dann war die L 172 erreicht, der ich einige Zeit folgen wollte.Anklicken zum vergrößern! Hinter Högsäter fand ich den schönsten Campingplatz der gesamten Tour. Das beste daran war das der Platz 180 SKr. kosten sollte aber mit schwedischer Campingkarte und Roller wurde der Preis auf 60 SKr gesenkt. Klasse. Leider ist mir beim Abbau der Helmkamera heute die Halterung zerbrochen. Ersatz habe ich nicht. Nun wird die Kamera wohl im Koffer bleiben müßen. Ein elendiges Pech. Das Feierabendbier hat mit Blick über den See trotzdem geschmeckt.

Gefahren 292 km - 1120 km


Donnerstag, 21. Juni - Mittsommer

KM-Stand 41302

Irgendwie bin ich heute nicht so richtig in die Gänge gekommen. Vieleicht lag das an dem schönen Campingplatz. Erst um 10:00 Uhr hat der Roller gebrummt. In Bengfors habe ich die L 172 verlassen und bin nach links auf eine kleinere Strasse abgebogen. Super schön. Alles 5 km ein Haus, alle 5 Häuser ein Auto. Landschaftlich sehr schön. Sogar eine Elchkuh hat sich gezeigt aber leider nicht fotografieren lassen. Die Helmkamera fehlt schon. Zum frühen Nachmittag erreiche ich die L 62. Die Strasse kenne ich aus einer Tour mit dem Wohnmobil und wollte weil sie mir damals schon so gut gefallen hat der Strasse bis zur norwegischen Grenze folgen. Leider wurde die Strasse in den letzten Jahren ausgebaut. Das macht nun garkeinen Spaß mehr mit dem Roller. Fast druchgehend freigegeben für 90 km/H, keine schönen Kurven mehr, nur noch langweiliges geradeaus. 20 km vor Munkfors finde ich meinen Campingplatz für die Nacht. Beim Feierabendbier beschließe ich der L 62 nur noch ein paar Kilometer zu folgen und dann in einem großen Bogen wieder zurück zu fahren. So schaffe ich es evlt. am Dienstag meine Schwester in Sankt-Peter-Ording zu treffen.

Gefahren 338 km - Gesamt 1458 km


Freitag, 22. Juni - Auf in Richtung Heimat

KM-Stand 41640

Der Campingplatz war nicht so toll und so habe ich es mal geschafft schon um 8:50 Uhr auf dem Roller zu sitzen. Heute scheint der Tag der wilden Tiere zu sein. Erst treffe ich auf einen Fuchs der seelenruhig am Strassenrand sitzt dann überquert ein Dachs 20 m vor mir die Strasse. Einen Dachs in freier Wildbahn habe ich noch nicht gesehen. Dann verläßt mich das Glück. Erst verpenne ich einen Abzweig und fahre 35 km in die falsche Richtung bis ich auf eine Rastplatz eine Pause mache und mal auf die Karte schaue. Die 35 km mußte ich wieder zurück sonst wäre es noch weiter gewesen. Mit dem Erfolg das ich wieder etwas genauer auf das Navi geschaut habe. Dann meinte das Navi plötzlich "Halt, wenden und 20 km zurück". In meiner Verblüffung habe ich das auch gemacht. Hinterher habe ich mich geärgert und auch heraus gefunden warum mich das Navi wenden ließ. Meine Tourenplanung habe ich mit Karten von Google Maps gemacht. Das Navi hat OSM-Karten drauf. An dem Punkt wo ich wenden sollte hatte ich einen Wegpunkt gesetzt. Jetzt fehlten aber auf den OSM-Karten ein entscheidender Weg wie es weiter gehen sollte und deshalb hat das Navi den Wegpunkt angefahren und mich dann wieder zurück geschickt. OK, das nächstemal bin ich schlauer und fahre einfach weiter. Nach 430 km war ich in Örefors und hatte die Nase voll. Deshalb habe ich den Campingplatz dort angefahren. Ein schwerer Fehler. Ein riesiger Platz, keinen Schatten, laut und ungemütlich. Der Platz für Zelte war entweder auf eine schrägen Wiese oder direkt neben dem Hundklo. Super Platz. Absolut nicht zu empfehlen.

Gefahren 430 km - Gesamt 1888 km


Samstag, 23. Juni - Schlechter Campingplatz

KM-Stand 42070

Schon früh bin ich wieder auf den Beinen. Beim Auschecken kommt es zur Diskussion. In der Broschüre steht das Cykler mit Zweipersonenzelt 210 SKr. kosten, ich muß aber weil ich einen Motorroller fahre 280 SKr zahlen. Die Gebühr wie für ein großes Zelt oder ein Wohnmobil. Echte Abzocke. Ich habe in Schweden so wie so fest gestellt das den Touristen besonders auf den großen Campingplätzen besonders tief in die Tasche gegriffen wird. Mein Empfehlung ist sich Campingplätze zu suchen die ausserhalb von großen Städten liegen und besonders auf kleine Plätze zu gehen. Zu allem Ärger ist das Wetter umgeschlagen und es ist trübe und sieht nach Regen aus. Am Nachmittag muß ich in die Regenkombi steigen. Verdammt, ich glaube die ist schon wieder eingelaufen. Dreimal werde ich nass und deshalb beschieße ich spontan mir eine Hütte zu gönnen. Die Hütte ist nur 100 SKr teurer als der Campingplatz. Eine knuffige kleine Hütte. Da ich ein bißchen früher Schluss gemacht habe gibt es heute Bratkartoffeln, frisch aus der Pfanne.

Gefahren 366 km - Gesamt 2191 km


Sonntag, 24. Juni - Regen, Wind und viel Verkehr

KM-Stand 42436

Die Hütte hat mir gut getan. Sonst war ich immer schon vor 7:00 Uhr wach, heute bin ich erst um 8:15 Uhr wach geworden. Trotzdem war ich um 10:00 Uhr wieder auf dem Roller. Eine halbe Stunde später war die Regenkombi wieder der Hit. Nach zwei Ehrenrunden auf der Suche nach einem ICA-Markt durch Helsingör bin ich zur Fähre gefahren. 45 Min. mußte ich anstehen bis ich ein Ticket kaufen konnte. Ich habe mich entschlossen nach Rödby zur fahren und von dort mit dem Schiff weiter nach Fehmarn. Aber soweit komme ich nicht mehr. 20 km vor Vordingborg kann ich einem Hinweisschild auf eine Campinghütte nicht widerstehen. Ich bekomme eine geräumige Vierpersonenhütte für 300 DKr. Es regnet was der Himmel her gibt. Sogar die Drosseln suchen Schutz unter meinem Roller bei ihrer Jagd nach Würmern. Die Sanitäranlage ist rudimentär aber die Hütte ist warm und trocken. Am Abend kommt der Besitzer mit einer Holzkiste zum kassieren. alles sehr rustikal. Laune ist trotzdem noch Top. Feierabend.

Gefahren 252 km - Gesamt 2506 km


Montag, 25. Juni - Nach Deutschland

KM-Stand 42688

Heute Morgen schien sogar ein bißchen die Sonne aber mit jeder Minute zog es mehr zu. Diesesmal habe ich gleich die Regenkombi angezogen. War richtig, ich war noch garnicht so richtig auf Touren gekommen als der Wind und der Regen wieder da waren. In Rödby mußte ich eine halbe Stunde auf die Fähre warten aber wenigstens regnete es nicht mehr und ich bin aus der Regenkombi gestiegen. Auf dieser Strecke verkehren schon die neuen Schiffe. Klasse, die Cafeteria hat Fenster über den Bug. Ich habe mir ein letzten Krabbensandwich und einen Kaffee geholt und mich so gesetzt das ich rausschauen konnte. Ab und zu kamen einige Brecher über den Bug bis an die Fenster hoch. Dabei lag die Cafeteria doch im 7 Stock. Ist wohl ein bißchen ungemütlich da draussen. Auf Fehmarn angekommen war der Regen wieder da und auch der Wind hat nicht nachgelassen. Die Fehmarnsundbrücke war für Wohnwagen und leere LKW gesperrt. Mir ist ganz schön die Düse gegangen als ich mit ca 35 km/H über die Brücke bin. Mehr habe ich mich nicht getraut. Wieder auf dem Festland habe ich auf einer Tankstelle den Roller gefüttert und sehr zum Vergnügen von einer Finnin mich schlangengleicht in die Regenkombi gezwängt. Dann habe ich mich auf den Weg nach Husum gemacht. War spannend. Habe ich nach links geschaut war der Himmel grau in grau, habe ich nach rechts geschaut sah ich blauen Himmel und weiße Wolken, habe ich nach ober gesehen sah ich immer nur eine Regenwolke genau über mir. Ich bin warscheinlich genau am Rand zwischen einem Hochdruck- und Tiefdruckgebiet gefahren. Zum Nachmittag ließ dann entlich der Regen nach und ich konnte das Zelt trocken aufbauen. Die Nacht war frisch aber ich habe Dank meines dicken Schlafsacks nicht gefroren. Vielleich habe auch die zwei Ouzo geholfen. ;o))

Gefahren 294 km - Gesamt 2800 km


Dienstag, 26. Juni - Sankt-Peter-Ording

KM-Stand 42982

Heute bleibt das Zelt stehen und ich fahre mit dem leeren Roller nach Sankt-Peter-Ording um meine Schwester und den Schwager zu treffen. Schien in Husum noch ab und zu die Sonne zwischen den Wolken durch wurde es in Richtung Sankt-Peter immer ungemütlicher. Aber es blieb trocken. Wir waren lecker essen und sind ein bißchen durch den Ort gefahren. Ein richtigen Touristenort. Zum Nachmittag habe ich mich wieder auf den Weg nach Husum gemacht. Da muß die Sonne geschienen haben denn im Zelt war es warm. Laut Segelwetterbericht soll der Wind auch nachlassen. Also beste Voraussetzungen für die Heimfahrt morgen.

Gefahren 094 km - Gesamt 2894 km


Mittwoch, 27. Juni - Nach Hause

KM-Stand 43076

Der Himmel ist grau aber der Wind ist eingeschlafen und es sieht nicht nach Regen aus. Als ich mein Zelt zusammen packe sehen ich das der starke Wind doch Spuren hinterlassen hat. An zwei Reißverschlüssen reist die Naht auf, eine Messingöse für die Zeltstangen ist ausgerissen und eine Öse hängt nur noch an ein paar Fäden. Für das nächste Jahr brauche ich ein neues Zelt. Ich mache mich gegen 10:00 Uhr auf den Weg nach Hause. Erst auf der 201 mit einem Abstecher zum Ferienhaus von meiner Tante, dann weiter auf der B 76 über Eckernförde, Kiel, Plön, Scharbeutz nach Travemünde. Eine ätzende Strecke, langweilig und viele Trecker und LKW. Die Strecke zieht sich wie ein Gummiband. Dann mit der Fähre über die Trave nach Priwall. Jetzt wird es wieder etwas schöner zu fahren. Ich beschließe noch einmal zu Übernachten und fahre zur Ostseeküste. In Wohlenhagen finde ich eine Campingplatz. Nachdem ich mein Zelt aufgebaut haben bin ich noch schnell in Richtung Wismar gefahren um mir mein Abendessen zu besorgen. Zurück auf dem Campingplatz kamen so nach und nach alle Dauercamper vorbei um zu sehen was für ein Typ da mit Zelt und Roller angekommen ist. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand wurde es kühl und ich habe mich in den Schlafsack verzogen.

Gefahren 197 km - Gesamt 3091 km


Donnerstag, 28. Juni - Nach Hause

KM-Stand 43273

Der Morgen beginnt trüb und grau. Ich beschließe wenn bis Parchim nicht die Sonne heraus kommt fahre ich durch nach Hause. Vorher mußte ich aber noch meine Geldreserven auffüllen und der Roller wollte auch wieder gefüttert werden. In Parchim war der Himmel immer noch grau also habe ich den Kurs nach Hause gesetzt. Anklicken zum vergrößern!Unterwegs bin ich durch eine Allee gekommen wo alle Bäume abgestorben waren. Über ca 2 km nur braune Bäume. Das sah gruselig aus. Die letzten 100 km habe ich die B 5 befahren. Langweilig aber man kommt voran. Um 15:30 Uhr war ich wieder zu Hause. Solchen Argumenten kann ich nun mal nicht wiederstehen. ;o)) Nun geht die Planung für die nächste Tour los. Weil "Nach der Tour ist vor der Tour"!

Gefahren 364 km - Gesamt 3453 km

KM-Stand 43637 zu Hause


Ein Fazit!

Viel gefahren bin ich auf dieser Tour. Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen war es das schlechte Wetter in der zweiten Woche die den Spaß an der Landschaft und am entspannten rollern ein wenig verdorben hat. Zum anderen habe ich mich selber ein wenig unter Druck gesetzt weil ich unbedingt meine Schwester und den Schwager treffen wollte und die Termine dafür etwas ungünstig lagen. Das werde ich auf weiteren Touren versuchen zu vermeiden.

Getankt habe ich auf der Tour 121,71 ltr.
Durchschnittlicher Verbrauch: 3,52 ltr
200 ml Motorenöl habe ich nachgefüllt
Campingpreise von 60,- SKr bis 285,- Skr
Die Hütten kosteten rund 42,- Euro pro Nacht
Für die Fähren habe ich ca. 165,- Euro bezahlt

Alles in allem eine bezahlbare Tour.




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