Mit Frischlingen durch Norwegen!


Urlaub 2002




Urlaubsplanung

Dieses Jahr soll es wie auch in viele vergangenen Jahren im Urlaub wieder nach Norwegen gehen. Zwei Dinge sind aber diesmal anderes. Zum einen fahren wir das erste mal mit unserem neuen/alten Wohnmobil nach Norwegen und zum anderen kommen Irene und Dieter mit Ihrem Mobil mit. Die Beiden waren noch nie in Norwegen und so wollen wir eine Tour fahren wo wir von allen Schönheiten Norwegens ein Stückchen zu sehen bekommen. Kurz eine norwegische Schnuppertour. Wir beschließen von Berlin über Rostock, Gedser und weiter über Helsingör / Helsingborg, an der schwedischen Küste entlang Richtung Oslo zu fahren. Eine feste Strecke haben wir nicht nur ein paar Wegpunkte. Ilona möchte einen Naturstig ansehen und natürlich müßen wir unsere Freunde in Skien und Birkeland besuchen. Lebensmittel nehmen wir nur ein paar "Notrationen" und Getränke mit alles andere wollen wir im Land nach Bedarf einkaufen. Die Fähre buchen wir direkt bei der Reederei übers Internet.


21-06 Es geht endlich los

Am Fährterminal in Rostock Abfahrt morgens um 3:30 Uhr Richtung Rostock. Auf der Stadtautobahn treffen wir mit Irene und Dieter zusammen und fahren gemeinsam weiter nach Rostock. Gegen 7:00 Uhr treffen wir in Rostock ein, bezahlen am Fährterminal den Fahrpreis und können kurz danach auf die Fähre fahren. Abfahrt ist um 8:00 Uhr. Rostock und Warnemünde ziehen an uns vorbei und dann ist das offene Wasser erreicht. Für uns das Signal zum Frühstück. Mittagsrast bei Faro in DänemarkGegen 10:00 Uhr sind wir in Dänemark und fahren Richtung Kopenhagen. Auf dem Rastplatz bei Faro wird eine Mittagsrast eingelegt und dann fahren wir über Roskilde nach Helsingör. Die Tour über Roskilde ist nur wenn man viel Zeit hat zu empfehlen, da sich die Strecke doch sehr zieht. Besser ist es die Autobahn zu benutzen und über Kopenhagen nach Helsingör zu fahren. So hatten wir keine Lust mehr bis Ängelholm auf den Campingplatz zu fahren und haben vorher einen Campingplatz zum übernachtet gesucht. Das Wetter war durchwachsen aber gut zum fahren. Wir wollen ja so schnell wie möglich nach Norwegen.


22-06 Durch Schweden Richtung Oslo

MarstrandNach einer trotz Mittsommernacht ruhigen Nacht (Es hat in der Nacht geregnet) und einem ausgiebigen Frühstück im Freien sind wir gegen 11:00 Uhr weiter gefahren. Über Höganäs, Göteborg zum Campingplatz Marstrand. Wir haben auf dem Platz schon bei früheren Fahrten übernachtet. Wer nicht auf einen Campingplatz will kann in Richtung Campingplatz fahren und kommt an einem Wohnmobil-Stellplatz vorbei. Nachdem unser Abendspaziergang von einem hefigen Regenschauer beendet wurde haben wir uns noch ein bißchen mit der Tourenplanung für den nächsten Tag beschäftigt und sind dann schlafen gegangen.

Am nächsten Morgen wurde wir von Sturm und dicken schwarzen Wolken geweckt. Also haben wir schnell gefrühstückt und sind dann los in Richtung Norwegen. Nachdem es uns fast von der Brücke bei Uddevalla geweht hätte haben wir beschloßen nicht weiter zu fahren und noch einmal in Schweden zu übernachten. Dadurch haben wir einen sehr schönen Campingplatz kurz vor Svinesund bei Strömstad gefunden. Das Wetter hat sich zum Abend auch wieder beruhigt so das wir unser Abendbrot draussen in der Sonne essen konnten. Morgen, ja morgen wollen wir nun endlich nach Norwegen kommen.


24-06 Endlich in Norwegen

Auf der Fähre Moss / HortenNun gibt es kein halten mehr. Schon um 10:00 Uhr geht es los. Bis zur Grenze sind es nur noch ein paar Kilometer dann ist die Brücke über den Svinesund erreicht und wir sind in Norwegen. Beim Zoll erledigen wir schnell die Formalitäten für unseren Hund und dann geht es gleich weiter zur Fähre über den Oslofjord. Auf der Fähre gab es die ersten Waffeln und Kaffee. Lecker. Nach Oslo wollen wir dieses mal nicht, Großstadt haben wir in Berlin genug.Blick auf den Fluß Lagen Von Horten sind wir dann auf der N40 Richtung Kongsberg zum Brufoss Camping gefahren. Dort war der Naturstig den Ilona im Reiseführer ausgesucht hatte. Der Platz liegt direkt zwischen dem Fluß Lagen, einem Lachsfluß und einer Straße. Dem entsprechend teuer war der Campingplatz, 200 NOK. In der Lachssaison vielleicht OK aber außerhalb der Saison ist so etwas bedenklich. Soviel wie dort haben wir nirgens mehr für eine Übernachtung bezahlt. Der Naturstig erwies sich als Wanderpfad durch einen urigen Wald und am Fluß entlang. Landschaftlich sehr schön nur etwas reparaturbedürftig.


28/29-06 Auf nach Lysebotn

Die Vrangfoss SluserNach einem Besuch bei unseren norwegischen Freunden haben wir uns nach Lysebotn auf den Weg gemacht. Von Skien über Ulefoss zur Vrangfoss-Sluser, einer mehrstufigen, handbetriebenen Schleuse des Bandak-Kanals. Weiter über Kveitsund auf die N41 Richtung Lillesand. Nach einem Besuch in Lillesand, einer hübschen kleinen Stadt sind wir zurück nach Birkeland und von dort über kleine Straßen nach Evje gefahren. Weiter ging es über die N9 bis nach Rysstad.Unwetter in den Bergen Kurz hinter Rysstad biegt links die Straße nach Brokker, Myklestoyl ab. Die Straße führt hoch ins Gebirge und weiter nach Suleskar. Dort haben wir auf dem Campingplatz am Fluß übernachtet. Am Abend zog ein Unwetter auf und hat sich oben in den Bergen entladen. Bei uns schien weiter die Sonne. Am nächsten Morgen sind wir dann nach Lysebotn gefahren. Vom Adlernest, einem Aussichtspunkt und Restaurant, wo auch der Wanderweg zum Kjeragstein 27 Kehren bis Meereshöhebeginnt, sind es nur noch 27 Kehren nach Lysebotn. Von ca 900m Höhe runter auf Meereshöhe. In Lysebotn ist die Welt und die Straße zu Ende. Nun geht es mit der Fähre über den Lysefjord weiter. Eine Fahrt die unvergesslich ist. In Forsand habe wir die Fähre verlassen und sind auf der N13 weitergefahren. Leider haben wir den Fehler gemacht nicht in Lysebotn zu Übernachten und am nächsten Tag mit der Mittagsfähre zu fahren. So sind wir Abends gegen 20:00Abschied von Lysebotn Uhr in Forsand angekommen und mußten uns dann einen Campingplatz zum Übernachten suchen. Deshalb blieb der Abstecher zum Prekestolen auf der Strecke da in der Nähe kein Campingplatz zu finden war.
Inzwischen soll täglich nur noch eine Autofähre von und nach Lysebotn fahren und man muß sich vorher anmelden wenn man mitgenommen werden will.



30.06 - 03.07 Kreuz und quer von der Küste ins Gebirge

Ausblick vom CampingplatzHeute sind wir weiter auf der N13 über Hjelmeland / Nesvik (Fähre) und Sand / Ropeid (Fähre) nach Sauda gefahren. Der Camppingplatz liegt sehr ruhig in einer Nebenstraße direkt am Ortseingang von Sauda mit einem herrlichen Blick auf die Berge. Am Abend haben wir uns zwei Flintasteaks auf den Grill gelegt und waren rundrum zufrieden. Da unsere Finanzen wieder aufgefüllt werden mußten und weil wir Lebensmittel brauchten haben Flintasteaks sind einfach leckerwir einen Ruhetag eingelegt und sind nach Sauda zum shoppen gewandert. Es ging zwar erst an der Hauptstraße entlang was bei dem Verkehr der dort herrschte kein Problem war. Dann ging es auf einer schönen Promenade am Saudafjord entlang bis zur Stadtmitte. Sauda ist eine typisch norwegische Stadt mit kleinen Geschäften und engen Straßen. Im Supermarkt haben wir wiedermal viel zu viel gekauft und sind schwer bepackt beiSchnee am 2. Juli steigenden Temperaturen zurück zum Campingplatz marschiert. Dort gab es den für Dieter und Ilona lebensnotwendigen Kuchen und Kaffee. Am Abend haben Dieter und ich im Fjord geangelt und sehr zum erstaunen unserer Frauen ein paar gute Fische gefangen. Leider konnten wir nicht noch einen Tag dort bleiben und so sind wir am 2. Juli weiter in Richtung Hadanger Vidda gefahren. Von Sauda auf der N 520 Richtung Odda konnten wir in den Bergen am 2. Juli eine Schneeballschlacht machen. Camping zwischen ObstbäumenWir sind noch bis Kinsarvik gefahren wo wir im Hardanger Feriepark übernachtet haben. Ein schöner Platz wo wir zwischen Obstbäumen stehen konnten.Leider war der Blick auf den Fjord mit Hütten verbaut. Auch hat sich langsam die beginnende Ferienzeit bemerkbar gemacht. Nach den vielen Nebenstraßen war hier richtig Touristenrummel zu spüren, nicht so viel das es stört, aber die beginnende Ferienzeit war zu merken.



04.07 - 05.07 Über die Hardanger Vidda nach Geilo

Dieter und EinheimischeNach einem gemütlichen Frühstück sind wir gegen 11:00 Uhr weiter gefahren. Die nächste Rast haben wir in Eidfjord am Hardanger Center gemacht. Der Besuch im Center ist einfach ein muß wenn man über die Vidda will. Dieter hat gleich versucht sich mit ein paar Einheimischen bekannt zu machen. Leider waren diese Kameraden ziemlich stumm. Nachdem wir im Center an einem Kinorundflug über die Vidda teilgenommen hatten und die vielen anderen Dinge bestaunt waren ging Stabkirche in Goldie Fahrt weiter an traumhaften Wasserfällen vorbei und über die karge aber schöne Hochebene der Hardanger Vidda bis nach Geilo. Dort war shopping angesagt und wir konnten den schönen Norwegerpullovern nicht widerstehen und mußten uns einkleiden.Unser Abendessen In Gol haben wir die Nachbildung einer Stabkirche und das dazu gehörende Museum besucht. Im Museum haben wir die nordische Götterwelt kennengelernt. Zum Nachmittag haben wir uns, wie jeden Tag, einen Campingplatz für die Nacht gesucht. Da der Platz direkt an eine See lag konnte Dieter es nicht lassen und mußte, mit seiner Angel, noch ein bißchen die Fische in See ärgern. Mit Erfolg wie man sieht. Ein herzliches "Petri Heil". Der wird uns sicher zum Abendbrot schmecken. Morgen werden wir nach Lillehammer fahren und uns die Olympiastadt ansehen.



05.07 - 06.07 Lillehammer und Hamar

Der Weg ist das ZielStadtfeinWir sind mal wieder von der Hauptstraße abgebogen und haben uns unseren Weg nach Lillehammer über kleine Nebenstraßen gesucht. Frei nach dem Motto, das uns auf der gesamten Reise begleitet hat, "Der Weg ist das Ziel" Und wieder hat es sich gelohnt sind wir doch durch eine wunderschöne Landschaft gekommen. Am frühen Nachmittag sind wir in Lillehammer eingetroffen. Der Campingplatz liegt sehr schön am Ufer des See Mjöso direkt in Lillehammer. Nach einem kleinen Umzug haben wir einen Platz mit Blick auf den See gefunden. Nun noch schnell Stadtfein machen und dann sind wir los zuUnterkunft für SportlerDie Olympiaschanze den Stellen wo die schönste Winterolympiade die es je gegeben hat, stattgefunden hatte. Leider hatte das Museum schon geschlossen als wir dort ankamen. Aber die Olympiaschanze und die Unterkünfte der Athleten konnten wir bewundern. Mein Vorschlag sich Lillehammer oben von der Sprungschanze aus anzusehen wurde energisch abgelehnt, aber auch vom Auslauf war der Blick über die Stadt sehenswert. Ein WohnmobilFeuerwerkBei unserer Rückkehr stand ein Wohnmobil der besonderen Art auf dem Platz. Am Abend haben wir noch ein Schauspiel der besonderen Art erleben dürfen. Den Sonnenuntergang über dem See. Ein farbenprächtiges Feuerwerk der Natur. Alle Leute auf dem Campingplatz haben am Ufer gestanden und dem Schauspiel zugesehen. Ein tolles Erlebnis. Am nächsten Morgen sind wir weiter nach Hamar gefahren. Dort haben wir die Holzkonstruktion der Olympiahalle bestaunt. Die Halle sieht von außen aus wie ein umgedrehtes Langschiff der Wikinger. Dann wurde es für uns Zeit in Richtung Schweden aufzubrechen wo wir einen siebzigsten Geburtstag feiern wollten.



12.07 - 14.07 Heimreise

ÖresundbrückeSo viel zu sehen und so wenig Zeit. Nun ist sie schon wieder um die Urlaubszeit. Wir finden viel zu kurz aber es hilft nichts, wir müßen wieder nach Hause. Auf der Heimreise wollen wir über die Öresundbrücke fahren und dann wieder die Fähre von Gedser nach Rostock und dann die Autobahn direkt nach Berlin. Natürlich werden wir in Dänemark nocheinmal übernachten. Die Fahrt zur Öresundbrücke verlief auf den schwedischen Strßen problemlos. Dann waren wir auch schon an der Brücke. Nachdem wir viel Geld für die Überfahrt bezahlt hatten waren wir von der Brücke enttäuscht. Sicher die Brücke ist ein imposantes Bauwerk aber beim nächstenmal werden wir wohl wieder die Fähre Helsingborg / Helsingör nehmen. Da bekommt man mehr geboten für sein Geld, besonders wenn man ein Kombiticket (Rostock / Gedser - Helsingör / Helsingborg) kauft. Das Ticket kostete 2002 nur 2,- mehr als die einfache Überfahrt von Rostock nach Gedser und nicht ca 30,- für die einfache Fahrt über die Brücke plus die Fähre.
Die letzte Fähre Dies ist unsere letzte Fähre in diesem Urlaub, wenn wir drüben ankommen haben wir nur noch 250 km bis nach Hause. Ein Klacks. Wir waren fast 4000 km unterwegs und nie hatten wir das Gefühl das wir zuviel gefahren waren. Es war einfach zu spanneten wie es um die nächste Ecke aussieht und was für eine Aussicht hinter der nächsten Bergkuppe auf uns wartet. Alles in allem war es eine sehr schöne Tour die Lust auf mehr macht. Unsere Frischlinge sind sofort wieder bereit wenn es heißt wir fahren wieder Richtung Norge.